Implementierung eines neuen Patientenüberwachungssystems im Krankenhaus der Stadt Dornbirn inkl. der Dienstleistungen zur Integration in ein Patientendatenmanagementsystem sowie die Integration in die bestehende Klinik Telemetrieinfrastruktur. Die ...

Auftragsbekanntmachung

Lieferauftrag

Richtlinie 2004/18/EG

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1)Name, Adressen und Kontaktstelle(n)

Krankenhaus der Stadt Dornbirn
Lustenauerstraße 4
6850 Dornbirn
ÖSTERREICH
Telefon: +43 55723031200
E-Mail:
Fax: +43 557230381200

Weitere Auskünfte erteilen: die oben genannten Kontaktstellen

Ausschreibungs- und ergänzende Unterlagen (einschließlich Unterlagen für den wettbewerblichen Dialog und ein dynamisches Beschaffungssystem) verschicken: die oben genannten Kontaktstellen

Angebote oder Teilnahmeanträge sind zu richten an: die oben genannten Kontaktstellen

I.2)Art des öffentlichen Auftraggebers
Regional- oder Lokalbehörde
I.3)Haupttätigkeit(en)
Allgemeine öffentliche Verwaltung
Gesundheit
I.4)Auftragsvergabe im Auftrag anderer öffentlicher Auftraggeber
Der öffentliche Auftraggeber beschafft im Auftrag anderer öffentlicher Auftraggeber: nein

Abschnitt II: Auftragsgegenstand

II.1)Beschreibung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags durch den öffentlichen Auftraggeber:
Implementierung eines neuen Patientenüberwachungssystems.
II.1.2)Art des Auftrags und Ort der Ausführung, Lieferung bzw. Dienstleistung
Lieferauftrag

NUTS-Code AT342

II.1.3)Angaben zum öffentlichen Auftrag, zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem (DBS)
Die Bekanntmachung betrifft einen öffentlichen Auftrag
II.1.4)Angaben zur Rahmenvereinbarung
II.1.5)Kurze Beschreibung des Auftrags oder Beschaffungsvorhabens
Implementierung eines neuen Patientenüberwachungssystems im Krankenhaus der Stadt Dornbirn inkl. der Dienstleistungen zur Integration in ein Patientendatenmanagementsystem sowie die Integration in die bestehende Klinik Telemetrieinfrastruktur. Die Dienstleistung beinhaltet auch die Montage, Inbetriebnahme und Instandhaltung sowie die Lieferung von Verbrauchsmaterialien.
II.1.6)Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)

33195000, 33195200, 33172100

II.1.7)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
II.1.8)Lose
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.1.9)Angaben über Varianten/Alternativangebote
Varianten/Alternativangebote sind zulässig: ja
II.2)Menge oder Umfang des Auftrags
II.2.1)Gesamtmenge bzw. -umfang:
EUR 360.000,00.
Geschätzter Wert ohne MwSt:
Spanne von 300 000 bis 360 000 EUR
II.2.2)Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.3)Angaben zur Vertragsverlängerung
Dieser Auftrag kann verlängert werden: nein
II.3)Vertragslaufzeit bzw. Beginn und Ende der Auftragsausführung

Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben

III.1)Bedingungen für den Auftrag
III.1.1)Geforderte Kautionen und Sicherheiten:
III.1.2)Wesentliche Finanzierungs- und Zahlungsbedingungen und/oder Verweis auf die maßgeblichen Vorschriften:
III.1.3)Rechtsform der Bietergemeinschaft, an die der Auftrag vergeben wird:
III.1.4)Sonstige besondere Bedingungen
III.2)Teilnahmebedingungen
III.2.1)Persönliche Lage des Wirtschaftsteilnehmers sowie Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen: 1) Abschrift des Berufs- und Handelsregisters des Herkunftslandes des Bieters oder die vorgesehene Bescheinigung oder eidesstattliche Erklärung (ANKÖ)
2) Auszug aus dem Firmenbuch (ANKÖ) oder gleichwertige Bescheinigung einer Gerichts- oder Verwaltungsbehörde des Herkunftslandes des Bieters aus der hervorgeht, dass der Bieter sich nicht in Konkurs, gerichtlichen Ausgleich oder Liquidation befindet, sowie dass gegen die Personen der Geschäftsführung kein rechtskräftiges Urteil ergangen ist, dass ihre berufliche Zuverlässigkeit in Frage stellt
3) Letztgültige Lastschriftanzeige des Finanzamtes (ANKÖ) oder der Finanzbehörde des Sitzlandes oder Unbedenklichkeitsbescheinigung der Finanzbehörde (hinsichtlich des Bieters bzw. jedes Mitglieds der Bietergemeinschaft)
4) Letztgültiger Kontoauszug oder Unbedenklichkeitsbescheinigung von Sozialversicherungsanstalten und sonstigen Kassen für die Sozialbeiträge (ANKÖ).
III.2.2)Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen: 1) KSV Auskunft (ANKÖ)
2) Erklärung über den Umsatz der letzten drei Geschäftsjahre bezüglich der Lieferung, die Gegenstand der Ausschreibung sind.
III.2.3)Technische Leistungsfähigkeit
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen:
1) Liste der in den letzten zwei Jahren realisierten Installationen von Patientenüberwachungssystemen, die als geeignete Systeme für die Installationen angesehen werden können. Bitte geben Sie die jeweiligen Rechnungswerte, die Lieferzeitpunkte und die Auftraggeber, samt einer genauen Darstellung von mind. 3 Referenzen an.
2) Technische Beilagen, die eine Überprüfung der Mindestanforderungen erlaubt. (z.B. Technische Datenblätter).
III.2.4)Angaben zu vorbehaltenen Aufträgen
III.3)Besondere Bedingungen für Dienstleistungsaufträge
III.3.1)Angaben zu einem besonderen Berufsstand
III.3.2)Für die Erbringung der Dienstleistung verantwortliches Personal

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1)Verfahrensart
IV.1.1)Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
Einige Bewerber sind bereits ausgewählt worden (ggf. nach einem bestimmten Verhandlungsverfahren) nein
IV.1.2)Beschränkung der Zahl der Wirtschaftsteilnehmer, die zur Angebotsabgabe bzw. Teilnahme aufgefordert werden
Geplante Mindestzahl 3: und Höchstzahl 6
IV.1.3)Verringerung der Zahl der Wirtschaftsteilnehmer im Laufe der Verhandlung bzw. des Dialogs
IV.2)Zuschlagskriterien
IV.2.1)Zuschlagskriterien
das wirtschaftlich günstigste Angebot in Bezug auf die Kriterien, die in den Ausschreibungsunterlagen, der Aufforderung zur Angebotsabgabe oder zur Verhandlung bzw. in der Beschreibung zum wettbewerblichen Dialog aufgeführt sind
IV.2.2)Angaben zur elektronischen Auktion
IV.3)Verwaltungsangaben
IV.3.1)Aktenzeichen beim öffentlichen Auftraggeber:
2015/14
IV.3.2)Frühere Bekanntmachung(en) desselben Auftrags
nein
IV.3.3)Bedingungen für den Erhalt von Ausschreibungs- und ergänzenden Unterlagen bzw. der Beschreibung
Schlusstermin für die Anforderung von Unterlagen oder die Einsichtnahme: 1.9.2015 - 10:00
Kostenpflichtige Unterlagen: nein
IV.3.4)Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge
2.9.2015 - 10:00
IV.3.5)Tag der Absendung der Aufforderungen zur Angebotsabgabe bzw. zur Teilnahme an ausgewählte Bewerber
IV.3.6)Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge verfasst werden können
Deutsch.
IV.3.7)Bindefrist des Angebots
IV.3.8)Bedingungen für die Öffnung der Angebote

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.1)Angaben zur Wiederkehr des Auftrags
Dies ist ein wiederkehrender Auftrag: nein
VI.2)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der Europäischen Union finanziert wird: nein
VI.3)Zusätzliche Angaben
Für das Krankenhaus der Stadt Dornbirn wird ein neues, integriertes Patienten-überwachungssystem beschafft. Das System soll dem aktuellsten Entwicklungsstand entsprechen und zukünftige Anforderungen in der Patientenversorgung unterstützen, und zwar im Bereich der Anästhesie (Einleitzone, Operationssäle, Aufwachraum, Schockraum, Reanimation-Einheit) und der interdisziplinären Intensivstation (inkl. Telemetrie und Rhythmusdiagnostik)
Das bedeutet, dass nur solche Geräte akzeptiert werden, die ohne größere Umstände an neue Anforderungen und Erkenntnisse in der Medizin angepasst werden können.
Grundkonzept:
Das neue Grundkonzept für dieses Patientenüberwachungssystem am Krankenhaus der Stadt Dornbirn sieht vor, dass der Patientenmonitor inkl. Multiparametermodul durchgängig beim Patienten verbleibt. Dadurch wird eine lückenlose Überwachung sichergestellt, beginnend in der neuen, zentralen Vorbereitungszone, über die Operationssäle, den Aufwachraum bis hin zur Intensivstation (ICU, Intensive Care Unit) bzw. Intermediate Care Unit (IMCU). Auch bei unterschiedlichsten Transporten von Patienten, z.B. vom Schockraum auf die ICU oder von ICU in die Röntgenabteilung, muss eine lückenlose Überwachung möglich sein. Zusätzlich muss sichergestellt sein, dass alle Daten der mobilen Patientenmonitore ohne Verlust in das Patienten-Daten-Management-System (PDMS) der (iMD-soft) übertragen werden können.
Das geforderte Patientenmonitoring sorgt für einen standardisierten Versorgungsprozess ohne Unterbrechung innerhalb einer einzelnen Abteilung, abteilungsübergreifend und auch während des Patiententransports.
Um dieser Anforderung auch vom Handling her gerecht zu werden, soll das Patienten-überwachungssystem einheitlich aus einer transportablen Patientenüberwachungs-Einheit (Transporteinheit) und einer stationären Informationseinheit mit mindestens 17" Widescreen Display bestehen. Darüber hinaus muss die Transporteinheit auch als Stand-alone-Lösung zur Verfügung stehen und darf inkl. Akku nicht schwerer als 2 kg sein!
Alleinige Datenmodule als Patientenbegleitung werden nicht zugelassen.
Die angebotenen Geräte dürfen keine Informationsinsellösung ergeben. Eine Datenintegration mit den Narkosemaschinen (Typ Perseus) der Firma Dräger sowie des Patienten-Daten-Management-Systems (PDMS) der Firma iMD-soft sind verbindlich umzusetzen.
Das oberste Ziel der Patientenüberwachung muss das Erkennen von lebensbedrohenden Situationen sein. Die angebotenen Geräte müssen kritische Situationen des Patienten in geeigneter Form akustisch und optisch anzeigen. Die kontinuierliche Anzeige der Echtzeit-Daten der Patienten am Patientenüberwachungsmonitor muss immer gewährleistet sein, auch während des Transportes.
Unabhängig von der Transporteinheit kann somit über einen großen Bildschirm auf alle relevanten Patienteninformationen zugegriffen werden. Über die Informationseinheit können Anzeige- und Kontrollfunktionen auf einem einzigen Bildschirm direkt am Patientenbett angezeigt werden. Die Informationseinheiten erfassen kontinuierlich Daten von Therapieeinheiten, Patientenüberwachungsmonitoren, aus dem Krankenhausinformationssystem (KIS) und anderen angeschlossenen Systemen. Über die Informationseinheit lassen sich nicht nur sämtliche Vitalparameter und Therapieverläufe verfolgen, sondern über sie erfolgt auch der Zugriff auf weitere relevante Patientendaten.
Die Bedienung muss mit und ohne externe Tastatur erfolgen können, erwünscht ist die zusätzliche Möglichkeit einer Touchscreen-Steuerung und/oder die Bedienung mittels Multifunktions-Drehknopf.
Für die Überwachung von mobilen Patienten soll ein Telemetriesystem beschafft werden, dass zumindest die Parameter EKG und SpO2 überwacht. Dieses Telemetriesystem muss die in der Klinik vorhandene WLAN-Infrastruktur nutzen.
Die programmgesteuerte Bildschirm- und Benutzerführung muss in deutscher Sprache erfolgen.
Aus Gründen der Patientensicherheit und der Ökonomie muss es zudem möglich sein, die neuromuskuläre Funktion der Patienten mit Hilfe eines quantitativen neuromusculären Monitorings zu überwachen. Eine derartige Messtechnik wird am Krankenhaus Dornbirn seit mehr als zehn Jahren routinemäßig eingesetzt, bevorzugter Messort ist der Daumen (Reizung des Nervus ulnaris, Messung der Reizantwort des Musculus adductor pollicis).
Die aufgeführten Leistungsmerkmale sind Mindestanforderungen für die Teilnahme am Verhandlungsverfahren und müssen durch Referenzstellen und technische Unterlagen nachgewiesen werden.
VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
VI.4.2)Einlegung von Rechtsbehelfen
VI.4.3)Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt
VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
17.8.2015